Mit Grauwerten gestalten

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Mit Grauwerten gestalten

Heutzutage, wo eine Vielzahl mobiler Geraete mit mehr oder weniger brauchbaren Kameras ausgestattet sind, nehmen wir Bilder zu jeder Gelegenheit und großer Anzahl auf. Durchaus ein Komfort, sein Leben quasi mit einem Bildertagebuch dokumentieren zu koennen. Mit Bildern, die wie selbstverstaendlich „bunt“ sind.
Der etwas mehr ambitionierte Fotograf sucht schon nach netten Motiven und manche moegen darunter sein, deren Anspruch dann auch mitbringt, verschiedene Gestaltungsmethoden, wie die Schwarzweiß-Fotografie zu nutzen, um seinen Aufnahmen Charakter zu verleihen. Dort kommt dann auch ausgereifte Technik und entsprechende Bildbearbeitung im Nachgang zum Einsatz. Zu Bildern in Grauwerten fuehren also mehrere Wege, sei es durch die Nachbearbeitung in Software oder durch entsprechende Programme gleich auf der Kamera.

In Zeiten der „analogen“ Fotografie, gab es wohl etwas mehr Naehe zum Schwarzweiß-Foto, vielleicht auch deshalb, weil eben auch Schwarzweiß-Filme mit ihren ganz spezifischen Eigenschaften eingesetzt wurden. Aber auch heute ist dieses Mittel der Bildgestaltung noch lange nicht tot zu sagen, professionelle Aufnahmen profitieren vom ganz eigenen Ausdruck „ohne Farbe“…

Gleichmaessigkeit, Linien, Kontrast

Was macht das Ganze also so besonders? Will man eine Analyse wagen, so stellt man recht schnell fest, dass bei der Abwesenheit von Farbe das Auge viel mehr Aufmerksamkeit auf Strukturen und Linien legt. Mitunter stoerende Farbkontraste werden eingeebnet und in den Vordergrund treten wiederum Lichter und Schatten. Verbotene Motive gibt es hier wie immer keine, fuer die Gestaltung dieser zeigen sich einige Tipps nichtsdestotrotz recht sinnvoll.

Am Fenster von Schloesser und Burgen

Das bunte Auto im Wald beispielsweise wird vom stoerenden Objekt zum integrierten Bestandteil auf dem Waldweg. Die Linien, vorgegeben durch die Staemme der Baeume, treten hervor und bestimmen ploetzlich den Charakter der Aufnahme. Deren Strukturen sollten durch einen entsprechenden Kontrast angenehm hervorgehoben werden.
Dramatischer Kontrast wiederum ist angebracht, wenn es die Stimmung des Motivs hergibt, stellen Sie sich dazu zum Beispiel ein altes Schloss vor bewoelktem Hintergrund vor. Oder auch ein sonnenueberflutetes Fenster, von innen nach außen fotografiert…

Materialien und die liebe Flora

Verschiedene Materialien, wie Holz oder Metall bieten ebenso interessante Motive. Hier gilt es, Muster in den Oberflaechen herauszuarbeiten. Mehr „lebend“ sind da Blumen und auch die Tierwelt, aber auch hier gilt: Gute Ausleuchtung und zusaetzlich ein neutraler Hintergrund, um die gewollt fehlende Farbwirkung durch Konturen und Kontraste zu ersetzen. Hier haben sich schon alte Meister erfolgreich versucht, da lohnt es sich nachzueifern!

Portraets und Reportagen

Auf der anderen Seite finden sich in der Portraetfotografie ganz oft Schwarzweiß-Aufnahmen, da damit einmal technischerseits stoerende Farbeffekte auf der Haut ausgeglichen werden koennen und andererseits beim Motiv auch das Wesentliche auf den Gesichtsausdruck gelegt wird. Reportagen kennt man auch in Schwarzweiß, hier gilt es wieder, Inhalte hervorzuheben und ernsthafte Themen zu illustrieren. Konzentration auf das Wesentliche eben …

Swen Hopfe

 

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