Blende

Die Blende regelt die Lichtmenge, die das Objektiv passieren darf. Die Öffnung der Blende ist neben der Belichtungszeit und der Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums einer der grundlegenden Parameter bei der Aufnahme eines Fotos. Mit einfachen Lochblenden fing es an, heute sind sich automatisch verstellende Irisblenden im Objektiv eingebaut. Bei Systemkameras mit Wechselobjektiven bestimmt also das Objektiv, welcher Wertebereich einem zur Verfügung steht. Die Blende hat auch Einfluss auf die Schärfentiefe. Je größer die Blendenzahl, also je kleiner die Öffnung, umso größer die Schärfentiefe.

Kleinere Blendenzahlen (manchmal auch nur Blende genannt), geben eine größere Öffnung frei. Die Blende ist der Wert für das Öffnungsverhältnis (Eintrittsöffnung / Brennweite) des Objektivs. Der Lichtdurchlass verhält sich umgekehrt proportional zur Blende. Die kleinste mögliche Blende, also der größtmögliche Lichtdurchlass wird auch als „Lichtstärke“ des Objektivs bezeichnet. Man findet verschiedene Schreibweisen für die Lichtstärkebezeichnungen, bei Blende 2.8 zum Beispiel 1:2.8, f/2.8 oder F2.8 .

Gleiche ISO-Empfindlichkeit vorausgesetzt, korrespondiert die Blende mit der Belichtungszeit. Für jede Blendenstufe muss man die Belichtungszeiten verdoppeln, damit der Sensor mit der gleichen Lichtmenge belichtet wird. Wenn man bei Blende 8 1/500s lang belichten muss, so werden bei Blende 11 schon 1/250s notwendig. So genannte ganze Blendenstufen sind dabei 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22 . Bei mittleren Blenden erreichen viele Objektive Ihre höchste Abbildungsleistung.

Die gängige Irisblende wird auch Lamellenblende genannt, da sie aus mehreren Lamellen zusammengesetzt ist. Loch- und Schlitzblenden haben sich in handelsüblichen Kameras überholt. Schlitzblenden spielten früher in der Panoramafotografie eine Rolle. Moderne Objektive haben keinen Blendenring mehr, auch manuelle Einstellungen werden durch die Elektronik vorgenommen. Das ist einer der Gründe, warum Wechselobjektive heutzutage immer eine elektrische Verbindung zum Chassis brauchen.

Bei dem für die Aufnahme eingestellten Blendewert spricht man auch von der Arbeitsblende. Damit bei Kameras, welche durch das Objektiv suchen, das Sucherbild immer gleich hell ist, wird dort mit Springblenden gearbeitet. Die sind für das Sucherbild zuerst voll geöffnet und schließen sich vor dem Moment der Aufnahme dann auf den Wert der Arbeitsblende.

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